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Klassische Homöopathie


Durch die neue Physik der Planckschen Quanten- und Einsteinschen Relativitätstheorie wissen wir, dass Materie und Energie sich gegenseitig bedingen und wandelbar sind. Jeder Stoff hat auch eine energetische, informelle und nicht nur eine chemische Wirkung.
So wirken materielle Substanzen auf die stoffliche Seite des Organismus, homöopathisch potenzierte jedoch auf die energetische, unseren Organismus im dynamischen Gleichgewicht und am Leben erhaltende „Lebenskraft“.

Die klassische Homöopathie ist ein Heilsystem, das sich auf dieses Resonanzprinzip begründet.
Das heißt: Der Patient benötigt zu seiner Heilung eine Arznei, die genau auf seine individuellen Symptome (= Äußerung seiner Lebenskraft) abgestimmt ist.

Um diese Bedingung in die homöopathische Praxis umsetzen zu können müssen drei Kriterien erfüllt sein:

Die Arzneimittelprüfung am gesunden Menschen

Arzneimittelprüfung
Hahnemann hatte bei sich herausgefunden, dass eine bestimmte Substanz, die er einnahm, bestimmte Symptome bei ihm auslöste. Durch weitere Forschungen stellte er fest, dass jeder Stoff aus der Natur eine für diesen Stoff spezifische Wirkung auf den menschlichen Organismus hat. Aufgrund dieser Erkenntnis prüfte er bei anderen, gesunden Menschen viele Substanzen aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich. Die dabei aufgetretenen Reaktionen (Symptome) wurden genauestens aufgeschrieben und durch Vergleichen mit anderen Testpersonen sog. „Prüfungsprotokolle“ erstellt. Diese Protokolle enthielten alle wahrgenommenen Reaktionen wie körperliche Beschwerden, Empfindungen, Stimmungen, Verlangen, Abneigungen, Gefühle, Schmerzen, Träume und vieles mehr. Aus diesen Prüfungsprotokollen entstanden die heute bekannten Arzneimittelbilder (gesammelt in der sog. Materia medica). Bis heute wurden über 2000 Substanzen auf diese Weise erforscht. Durch die unermüdliche Arbeit vieler Homöopathen die weltweit Mittelprüfungen durchführen, kommen laufend neue Arzneien zur Materia medica hinzu.
Diese Arzneimittelprüfungen am Gesunden sind die Grundlage der Homöopathie, da das so ermittelte Arzneimittelbild die Voraussetzung ist, um ähnliche Krankheitsbilder homöopathisch, also nach dem Ähnlichkeitsprinzip behandeln zu können.

Die Ähnlichkeitsregel (= Resonanzprinzip)

Ähnlichkeitsregel
Diese Regel besagt, dass eine Substanz, die bestimmte Symptome auslösen kann, und eine sogenannte „Kunstkrankheit“ zu erregen imstande ist, die gleichen Symptome auch zu heilen vermag. Wird ein kranker Mensch homöopathisch behandelt, wird der Homöopath eine Arznei für ihn suchen, welche ähnliche Symptome beim Gesunden (in der Arzneiprüfung) hervorrufen kann, wie der Patient sie gegenwärtig hat.

Die Potenzierung (= Energetisierung) der Arzneimittel.

Potenzierung
Eine unerwünschte Begleiterscheinung vieler Arzneien war ihre Giftigkeit. So konnte man wegen der starken Wirkungen viele Grundstoffe, wie z. B. die Tollkirsche, nicht als Ursubstanz verwenden. Um die toxische Wirkung auszuschalten, begann man die Arzneistoffe zu verdünnen. Doch stellte man bald fest, dass mit zunehmender Verdünnung der Substanzen auch ihre Wirksamkeit nachließ. Erst durch den genialen Einfall Hahnemanns, die Substanzen durch Schüttelschläge zu potenzieren, konnte man feststellen, dass ihre Arzneikraft nicht ab-, sondern zunahm.
Sogar im Gegenteil, je höher man die Arzneistoffe potenzierte, desto stärker wurden diese in ihrer arzneilichen Kraft !

Die homöopathische Konstitutionsbehandlung

Der Begriff "Konstitutionsbehandlung" bezieht sich auf die homöopathische Behandlung der Gesamtheit aller körperlichen und geistig-emotionalen Probleme des Patienten.

In der Regel sind das

- anhaltende (chronische) oder häufig wiederkehrende, akute Beschwerden

- gesundheitlich-chronische Schwächen aufgrund einer ererbten Krankheitsveranlagung (d. h. einer Prädisposition durch unsere Vorfahren)

- erworbene Beschwerden aufgrund von unbewussten, psychischen Konflikten, Impfungen, toxischen Belastungen, symptomunterdrückenden Behandlungen u. v. m.

Wann ist eine homöopathische Konstitutionsbehandlung angezeigt?

- wenn akute Beschwerden häufig wiederkommen

- bei chronischen, anhaltenden Beschwerden, die durch Medikamente "in Schach" gehalten werden müssen

- bei Fehlfunktion oder Schwächen eines Organs oder Organsystems, z. B. Bewegungsapparat, Verdauungssystem, Immun- und Hormonsystem, Herz-Kreislaufsystem, Atemapparat, Nerven- und Sinnesorgane, Nieren-Harn-System, Haut etc.

Die Erhebung der Krankengeschichte (Erstanamnese) dauert bei einer Konstitutionsbehandlung in der Regel 1- 2 Stunden. Hier hat der Patient Gelegenheit über seine gesamte psychische und körperliche Befindlichkeit zu sprechen. Nach Sammlung aller Symptome (psychisch und körperlich) wird anhand von Symptomverzeichnissen und Arzneiprotokollen das individuelle homöopathische Arzneimittel ausgearbeitet.

Der Homöopath betrachtet die (schulmedizinische) Diagnose als ein Resultat eines Prozesses, der schon beginnt, bevor sich die messbaren Veränderungen zeigen, die durch Laborwerte, Röntgenbilder, EKG, Ultraschall etc. sicht- und messbar gemacht werden können.
Als Ursache bzw. Nährboden für diese messbaren Veränderungen (Symptome) werden angeborene (erbbedingte) und/oder erworbene Schwächen unserer Selbstheilungskräfte, aber auch anhaltende psychisch-seelische Konflikte angenommen.

Durch Bewusstmachung des Krankheitsprozesses und einem gut gewählten homöopathischen Arzneimittel werden die Selbstheilungskräfte so aktiviert, dass es zu einer Besserung der Befindlichkeit kommt, welche sich durch den Rückzug oder zumindest Verringerung der Symptome zeigt. Je nach Dauer und Tiefe der Krankheit kann es durchaus mehrere Tage, Wochen und auch Monate dauern, bis wirkliche gesundheitliche Stabilität erreicht ist.

Auch außerhalb eines Krankheitsfalles ist eine Konstitutionsbehandlung die beste Prophylaxe gegen Beschwerden im fortgeschrittenen Lebensalter.

Ablauf einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung:

Eingehende Erstanamnese mit Ausarbeitung des individuellen Arzneimittels.
Zeitaufwand, je nach Fall und Alter, 1,5 - 2,5 Std.

Verlaufsanalyse bzw. Folgebehandlung nach ca. 3 - 5 Wochen. Zeitaufwand: 30 - 45 Min.

Prozessorientierte Homöopathie


Die prozessorientierte Homöopathie ist die konsequente - und logische - Weiterführung der klassischen Homöopathie.
In der Praxis kommt es häufig vor, dass die passende Arznei das Thema (= Ursache), das der Krankheit zu Grunde liegt, zwar berührt, aber nicht immer allein die Kraft hat, dieses aufzulösen (= heilen). Ein wesentliches Kriterium der prozessorientierten Homöopathie ist die Frage nach dem Sinn der Krankheit.
Was will uns das Krankheitssymptom sagen?
Was ist die "gute Absicht" des Symptoms?

Damit überschreitet die prozessorientierte Homöopathie die Grenzen einer ausschließlich medikamentös orientierten Homöopathie. Sie versteht sich als „Wegbegleiter“ des Patienten in seiner Bewusstseinsentwicklung. Der Auflösung von alten Unterdrückungsmustern, systemischen Verstrickungen, hemmenden Glaubenssätzen und unerlösten seelischen Konflikten gilt das Hauptaugenmerk.

Ergänzend zur Homöopathie können Methoden wie Mentalfeld-Klopfakupressur, EMDR-Traumatherapie, Dynamisches Atmen, Hypnotherapie, systemische Arbeit oder körpertherapeutische Methoden (Chirotherapie) zur Anwendung kommen.